Kurz erklärt · Geschäftsmodelle & Spielerschutz
Ein In-App-Kauf ist ein Kauf mit echtem Geld innerhalb eines Spiels oder einer App – etwa Extra-Leben, Hilfen, Figuren oder eine Spielwährung. Bezahlt wird direkt im Spiel, meist über ein hinterlegtes Bezahlkonto.
Auch: In-App-Käufe, In-Game-Kauf, In-Game-Käufe, Mikrotransaktion, Microtransaction, In-App-Purchase
Was ist ein In-App-Kauf?
Ein In-App-Kauf findet innerhalb eines Spiels oder einer App statt – nicht im Laden und nicht schon beim Herunterladen. Bei Spielen spricht man auch von In-Game-Käufen, sehr kleine Beträge heißen oft Mikrotransaktionen.
In-App-Käufe gibt es in kostenlosen Free-to-Play-Spielen, aber auch in Spielen, die man vorher gekauft hat. Die einzelnen Beträge sind meist klein, können sich aber schnell summieren – vor allem, wenn ein Kauf nur einen Fingertipp entfernt ist.
Was kann man in Spielen kaufen?
- Verbrauchsgüter: Extra-Leben, zusätzliche Züge, Hilfen oder Energie – einmal benutzt, sind sie weg.
- Dauerhafte Inhalte: neue Level, Figuren, Fahrzeuge oder eine Erweiterung.
- Kosmetik: Kleidung, Muster oder Effekte, die nur das Aussehen ändern.
- Spielwährung: Edelsteine, Kristalle oder Münzen, mit denen du erst im zweiten Schritt etwas kaufst.
- Zeit: Wartezeiten überspringen oder den Fortschritt beschleunigen.
- Zufallsinhalte: Lootboxen und Kartenpakete, deren Inhalt erst nach dem Kauf feststeht.
- Pässe und Abos: ein Saisonpass oder monatliche Vorteile.
Warum Spielwährungen den echten Preis verschleiern
Viele Spiele verkaufen nicht den Gegenstand selbst, sondern zuerst eine Spielwährung. Dadurch wird es schwerer, den echten Preis zu sehen:
- Du kaufst ein Paket, zum Beispiel 100 Edelsteine für 1,99 €.
- Im Shop kostet die Hilfe „+5 Züge“ 90 Edelsteine – ein Euro-Preis steht nicht dabei.
- Es bleiben 10 Edelsteine übrig. Für den nächsten Kauf reichen sie nicht, also lockt das nächste Paket.
Die Zahlen sind ein erfundenes Beispiel, das Muster ist typisch. Die Verbraucherschutzbehörden der EU haben 2025 Grundsätze für Spielwährungen veröffentlicht: Preise sollen unter anderem auch in echtem Geld angezeigt werden, und Pakete sollen nicht so zugeschnitten sein, dass du mehr kaufen musst, als du brauchst.
Wichtig ist der Unterschied zur Spielwährung, die du nur durchs Spielen verdienst: Münzen für geschaffte Level sind kein In-App-Kauf, solange man sie nicht zusätzlich für Geld bekommt. Wofür sie typischerweise ausgegeben werden, erklärt der Artikel zum Upgrade.
In-App-Käufe und Kinder: Was Eltern wissen sollten
Kaufmöglichkeiten sind ein Thema im Jugendschutz. Seit der Reform des Jugendschutzgesetzes 2021 dürfen sie bei der Alterseinstufung berücksichtigt werden. Neu geprüfte Spiele tragen seit 2023 außerdem Hinweise wie „In-Game-Käufe“ oder „In-Game-Käufe + zufällige Objekte“ (siehe Alterskennzeichnung).
Werbung darf Kinder nicht direkt zum Kauf auffordern. Der Bundesgerichtshof hat das 2013 auch auf Werbung für Zusatzinhalte eines Online-Spiels angewendet. Zudem können Kinder unter sieben Jahren keine Verträge schließen, ältere Minderjährige brauchen dafür in der Regel die Zustimmung der Eltern – mit Ausnahmen etwa beim Taschengeld.
Tipp: Dieser Artikel erklärt Grundbegriffe und ist keine Rechtsberatung. Bei ungewollten Käufen helfen zum Beispiel Verbraucherzentralen weiter – am besten möglichst schnell.
In-App-Kauf in Spielen auf Player 0o5
Dreier-Treffer
In Dreier-Treffer kostet die Hilfe „+5 Züge“, die es in Match-3-Spielen oft gegen Geld gibt, 90 Münzen. Die Münzen verdienst du mit jedem geschafften Level, zum Start hast du 200. Käufe mit echtem Geld gibt es nicht.
Bumpy Buggy
Bumpy Buggy hat sechs Fahrzeuge, vom Flitzer bis zur Badewanne mit Motor. Bis auf den Flitzer schaltest du sie in der Garage mit Münzen frei: 5 für jede eingesammelte Münze, 10 für das erste Erreichen des Ziels und 5 für jeden neuen Stern.
Dachflitzer
Im Laden von Dachflitzer machst du Power-ups in fünf Stufen länger und kaufst neue Schwebebretter – bezahlt wird mit Talern, die du beim Laufen über die Dächer sammelst.
So sperrst oder begrenzt du In-App-Käufe
- Öffne die Einstellungen des Geräts oder der Download-Plattform und suche den Bereich für Käufe oder Jugendschutz.
- Schalte In-App-Käufe ganz aus oder lass jeden Kauf mit einem Passwort bestätigen.
- Gib das Passwort nicht an Kinder weiter und speichere keine Bank- oder Kreditkartendaten auf dem Kindergerät.
- Bitte beim Mobilfunkanbieter um eine Drittanbietersperre, damit nichts über die Handyrechnung abgebucht wird.
- Wer Käufe erlauben möchte, nutzt am besten eine Guthabenkarte mit festem Betrag.
- Sprecht regelmäßig darüber, was gekauft wurde und warum.
Häufige Fragen zu In-App-Kauf
Was sind In-App-Käufe?
In-App-Käufe sind Käufe mit echtem Geld innerhalb eines Spiels oder einer App, etwa Extra-Leben, Figuren, Spielwährung oder ein Saisonpass.
Wie kann ich In-App-Käufe sperren?
In den Einstellungen des Geräts oder der Download-Plattform lassen sich Käufe abschalten oder mit einem Passwort schützen. Zusätzlich hilft eine Drittanbietersperre beim Mobilfunkanbieter.
Ist Spielwährung ein In-App-Kauf?
Nur wenn man sie für echtes Geld kauft. Münzen, die man ausschließlich durchs Spielen verdient, sind kein In-App-Kauf.
Was bedeutet der Hinweis „In-Game-Käufe“?
Er zeigt an, dass man im Spiel mit echtem Geld einkaufen kann. Der Zusatz „zufällige Objekte“ bedeutet, dass auch Käufe mit Zufallsinhalt wie Lootboxen dabei sind.
Gibt es Spiele ohne In-App-Käufe?
Ja. Auf Player 0o5 gibt es in keinem Spiel Käufe mit echtem Geld; Münzen und Freischaltungen verdienst du nur durchs Spielen.
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