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Mau-Mau: Regeln, Sonderkarten und Tipps zum Kartenspiel

Farbe auf Farbe, Wert auf Wert: Die Mau-Mau-Regeln, die wichtigsten Sonderkarten und wann du „Mau“ und „Mau-Mau“ sagen musst.

7–10 Minuten

Kurz erklärt · Brett-, Karten- & Rätselbegriffe

Mau-Mau ist ein Kartenspiel für zwei oder mehr Personen, bei dem reihum eine Karte gleicher Farbe oder gleichen Werts auf den Ablagestapel gelegt wird. Wer zuerst alle Karten los ist, gewinnt.

Auch: Mau Mau, Tschau Sepp, Neunerln, Auflegen

Mau-Mau einfach erklärt Auf dem Ablagestapel liegt die Herz-9. Von zwei Handkarten passt der Herz-König, weil die Farbe gleich ist, die Kreuz-8 passt nicht. Der König wird gelegt, mit der letzten Karte auf der Hand ruft man „Mau!“. Der Gegner legt den Kreuz-König, König auf König. Darauf passt die Kreuz-8, und mit der letzten Karte heißt es „Mau-Mau!“. Mau-Mau Gegner Stapel 9 Deine Hand K K 8 Mau! Mau-Mau! Gleiche Farbe odergleicher WertHerz-König auf Herz-9 passt,die Kreuz-8 nicht. Gegner legt nachKönig auf König:gleicher Wert. Kreuz auf KreuzDie letzte Karte ist gelegt –gewonnen!
So funktioniert’s: Auf die Herz-9 passt der Herz-König (gleiche Farbe), die Kreuz-8 nicht. Bleibt nur noch eine Karte auf der Hand, heißt es „Mau!“. Nach König auf König vom Gegner passt die Kreuz-8 – „Mau-Mau!“.

Was ist Mau-Mau?

Mau-Mau ist ein Ablegespiel: Ziel ist es, die eigenen Karten möglichst schnell loszuwerden. Es ist besonders in Deutschland, Österreich, Südtirol und Brasilien beliebt. Meist wird mit 32 Karten gespielt, also einem Skatblatt von der 7 bis zum Ass.

Die Regeln sind schnell erklärt, unterscheiden sich aber von Runde zu Runde. Deshalb gilt vor jedem Spiel: Erst die Hausregeln absprechen. In der Schweiz heißt eine verwandte Form Tschau Sepp, in Bayern und Österreich Neunerln.

Wie funktioniert Mau-Mau?

  1. Jeder bekommt gleich viele Karten, oft fünf oder sechs. Der Rest liegt verdeckt als Stapel, die oberste Karte kommt offen daneben.
  2. Reihum legst du eine Karte auf den offenen Stapel. Sie muss in Farbe oder Wert passen: Auf die Pik-10 passt jede Pik-Karte oder jede andere 10.
  3. Kannst oder willst du nicht legen, ziehst du eine Karte. Passt sie, darfst du sie meist gleich ablegen.
  4. Ist der Stapel leer, werden die abgelegten Karten bis auf die oberste gemischt und neu ausgelegt.
  5. Wer zuerst keine Karte mehr hat, gewinnt.

Dazu kommen die Rufe: Wer seine vorletzte Karte legt, sagt „Mau!“. Mit der letzten Karte ruft man „Mau-Mau!“. Wer das vergisst, muss nach verbreiteter Hausregel eine oder zwei Strafkarten ziehen.

Welche Sonderkarten gibt es bei Mau-Mau?

KarteHäufige RegelOft erweitert
7Die nächste Person zieht zwei Karten.Legt sie selbst eine 7, muss die übernächste vier ziehen, dann sechs und so weiter.
8Die nächste Person setzt aus.–
BubeDarf auf jede Karte gelegt werden und bestimmt die Farbe, die als Nächstes gilt.Oft verboten: Bube auf Bube.

Je nach Region bekommen auch andere Karten Aufgaben, etwa eine 9, die auf alles passt, oder ein Ass, nach dem man noch eine Karte legen darf. Viele Sonderregeln sind über die Jahre hinzugekommen.

Tipps: So gewinnst du öfter bei Mau-Mau

  • Buben aufheben: Ein Bube passt auf fast alles und rettet dich, wenn sonst nichts geht.
  • Farbe wechseln, die du hast: Wünschst du dir eine Farbe, nimm die, von der du die meisten Karten hältst.
  • Siebenen zur richtigen Zeit: Eine 7 tut am meisten weh, wenn jemand nur noch wenige Karten hat.
  • Mitzählen: Achte darauf, welche Farben schon oft gelegt wurden und wer gerade „Mau“ gesagt hat.

Herkunft und Abgrenzung

Wann und wo Mau-Mau entstand, ist nicht aufgezeichnet. Laut Überlieferung stammen die Regeln aus den 1930er-Jahren, der Ursprung des Namens ist ungeklärt. Ähnliche Ablegespiele gibt es in vielen Ländern, außerdem kommerzielle Kartenspiele mit eigenen Sonderkarten, die nach demselben Prinzip funktionieren.

Anders als eine Patience spielt man Mau-Mau gegen andere. Mit dem Würfeln teilt es den Glücksanteil: Wie ein Pasch im richtigen Moment kann eine passende Karte eine Runde drehen – gute Planung zahlt sich trotzdem aus.

Mau-Mau in Spielen auf Player 0o5

  • Klondike & Co.

    In Klondike & Co. spielst du Mau-Mau mit 32 Karten gegen einen, zwei oder drei Computergegner namens Erna, Kalle und Lotte, jeder bekommt fünf Karten. Die Hausregeln stellst du selbst ein: 7 = Nächster zieht 2 (auf Wunsch stapelbar), 8 = aussetzen, Bube = Wünscher und wahlweise „Bube auf Bube erlaubt“. Sprechblasen zeigen „Mau!“ und „Mau-Mau!“, und in die Online-Bestenliste kommt deine Siegesserie.

So spielst du Mau-Mau

  1. Mischt ein Skatblatt mit 32 Karten und teilt jedem fünf oder sechs Karten aus.
  2. Legt den Rest verdeckt als Stapel ab und dreht die oberste Karte um.
  3. Sprecht die Sonderkarten ab, zum Beispiel 7 = zwei ziehen, 8 = aussetzen, Bube = Farbe wünschen.
  4. Legt reihum eine Karte gleicher Farbe oder gleichen Werts auf den offenen Stapel.
  5. Wer nicht legen kann, zieht eine Karte vom Stapel.
  6. Sag „Mau!“, wenn du deine vorletzte Karte legst, und „Mau-Mau!“ mit der letzten – damit hast du gewonnen.

Häufige Fragen zu Mau-Mau

Wie viele Karten bekommt man bei Mau-Mau?

Üblich sind fünf oder sechs Karten pro Person. Im Mau-Mau von Klondike & Co. auf Player 0o5 bekommt jeder fünf Karten.

Wann sagt man Mau und wann Mau-Mau?

„Mau!“ sagt man beim Legen der vorletzten Karte, wenn also nur noch eine übrig ist. „Mau-Mau!“ ruft man mit der letzten Karte, mit der man gewinnt.

Was passiert bei einer 7 in Mau-Mau?

Nach der häufigsten Regel muss die nächste Person zwei Karten ziehen. Darf man Siebenen stapeln, steigt die Strafe auf vier, sechs und mehr Karten.

Darf man Bube auf Bube legen?

Das ist eine Hausregel. Oft ist es verboten, in vielen Runden aber erlaubt. In Klondike & Co. auf Player 0o5 stellst du „Bube auf Bube erlaubt“ selbst ein.

Kann ich Mau-Mau online gegen den Computer spielen?

Ja. Auf Player 0o5 (0o5.de) spielst du Mau-Mau in Klondike & Co. kostenlos gegen ein bis drei Computergegner, ohne Anmeldung und ohne Werbung.

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