Spiele-Glossar

Bildrate (FPS): Was Bilder pro Sekunde in Spielen bedeuten

30, 60 oder 120? Die Bildrate zählt, wie viele Bilder ein Spiel pro Sekunde zeichnet – und entscheidet, ob es flüssig läuft.

5–8 Minuten

Kurz erklärt · Technik & Plattform

Die Bildrate, meist in FPS (frames per second, Bilder pro Sekunde) angegeben, ist die Zahl der Einzelbilder, die ein Spiel pro Sekunde berechnet und anzeigt. Je höher sie ist, desto flüssiger wirkt die Bewegung; 60 FPS gelten als flüssig.

Auch: FPS, Frames per Second, Bilder pro Sekunde, Framerate, Bildfrequenz, Frame Rate

Bildrate einfach erklärt: 60 gegen 10 Bilder pro Sekunde Zwei Kugeln bewegen sich gleich schnell von links nach rechts und zurück. Oben zeichnet das Spiel 60 neue Bilder pro Sekunde, die Kugel gleitet flüssig. Unten sind es nur 10 Bilder pro Sekunde: Die Kugel springt sichtbar von Markierung zu Markierung, die Bewegung ruckelt. Gleiche Bewegung, andere Bildrate 60 FPS flüssig alle 16,7 ms ein neues Bild 10 FPS ruckelt alle 100 ms ein neues Bild Rote Striche: nur dort wird die Kugel bei 10 FPS gezeichnet
So funktioniert’s: Beide Kugeln sind gleich schnell. Oben zeichnet das Spiel 60 neue Bilder pro Sekunde, unten nur 10 – die untere Kugel springt sichtbar.

Was bedeutet FPS?

Ein Spiel zeigt keine echte Bewegung, sondern – wie ein Daumenkino – sehr schnell hintereinander Einzelbilder, englisch Frames. Die Bildrate gibt an, wie viele davon pro Sekunde entstehen. FPS steht für frames per second.

Kinofilme kommen traditionell mit 24 Bildern pro Sekunde aus, weil die Bewegungsunschärfe auf jedem Filmbild die Übergänge glättet. Spiele berechnen dagegen meist gestochen scharfe Einzelbilder und brauchen mehr: 30 FPS sind spielbar, 60 FPS wirken flüssig, schnelle Action profitiert auch von mehr.

Wie hängen Bildrate und Millisekunden zusammen?

Je höher die Bildrate, desto weniger Zeit hat das Spiel für jedes einzelne Bild. Diese Zeit heißt Frametime:

BildrateZeit pro BildEindruck
10 FPS100 msdeutlich ruckelig
30 FPS33,3 msspielbar
60 FPS16,7 msflüssig
120 FPS8,3 mssehr flüssig, wenn der Bildschirm mitkommt

In diesen Millisekunden muss alles passieren: Eingaben lesen, Figuren bewegen, Treffer prüfen, die Physik berechnen und das Bild zeichnen. Braucht ein einzelnes Bild deutlich länger, entsteht ein kurzer Hänger – ein sogenannter Mikroruckler, selbst wenn der Durchschnitt gut aussieht.

Bildrate und Hertz: der Unterschied

Die Bildrate kommt vom Spiel, die Bildwiederholrate vom Bildschirm. Sie wird in Hertz (Hz) gemessen und sagt, wie oft das Display pro Sekunde ein neues Bild zeigen kann. Viele Handys und Monitore schaffen 60 Hz, manche 120 Hz oder mehr.

  • Ein 60-Hz-Bildschirm zeigt höchstens 60 verschiedene Bilder pro Sekunde, auch wenn das Spiel mehr berechnet.
  • Browserspiele zeichnen meist im Takt des Bildschirms, weil der Browser jedes neue Bild passend zur Bildwiederholrate anstößt.
  • Ein gleichmäßiger Takt ist wichtiger als eine hohe Spitzenzahl: Konstante 30 FPS fühlen sich oft besser an als ein ständiger Wechsel zwischen 40 und 60.

Tipps: So bekommst du mehr FPS

  • Grafikstufe im Spiel senken oder die automatische Einstellung nutzen.
  • Andere Tabs und Programme schließen, die Prozessor oder Grafikkarte belasten.
  • Laptop ans Netzteil hängen: Im Akkubetrieb drosseln viele Geräte ihre Leistung.
  • Im Browser die Hardwarebeschleunigung eingeschaltet lassen, besonders für WebGL-Spiele in 3D.
  • Viele moderne Spiele senken bei Bedarf selbst die Auflösung – das nennt sich Auflösungsskalierung.

Bildrate (FPS) in Spielen auf Player 0o5

Häufige Fragen zu Bildrate (FPS)

Wie viele FPS sind gut?

30 FPS sind spielbar, 60 FPS gelten als flüssig. Für schnelle Shooter und Rennspiele lohnen sich mehr, sofern der Bildschirm sie auch anzeigen kann.

Was ist der Unterschied zwischen FPS und Hz?

FPS zählt die Bilder, die das Spiel pro Sekunde berechnet. Hertz gibt an, wie oft der Bildschirm pro Sekunde ein neues Bild zeigen kann.

Warum ruckelt ein Spiel trotz hoher FPS?

Oft schwankt die Zeit pro Bild stark, oder einzelne Bilder brauchen viel länger als der Rest. Solche Mikroruckler fallen mehr auf als eine gleichmäßig etwas niedrigere Bildrate.

Wofür steht FPS noch?

In Spielen steht FPS auch für First-Person-Shooter, also Spiele aus der Ich-Perspektive. Welche Bedeutung gemeint ist, ergibt sich aus dem Zusammenhang.

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