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Schachmatt und Patt: Unterschied, Regeln und Beispiele

Ein Feld Unterschied, ein ganz anderes Ergebnis: Wann ein König matt ist, wann patt – und wie du das Patt beim Mattsetzen sicher vermeidest.

7–11 Minuten

Kurz erklärt · Brett-, Karten- & Rätselbegriffe

Schachmatt ist die Stellung, in der ein König im Schach steht und kein Zug ihn retten kann – die Partie ist verloren. Patt heißt: Wer am Zug ist, kann nicht ziehen, steht aber nicht im Schach – die Partie endet unentschieden.

Auch: Matt, Schachmatt setzen, Patt, Pattsituation, Checkmate, Stalemate

Schachmatt und Patt im Vergleich Zwei gleiche Stellungen: schwarzer König auf h8, weißer König auf f6, weiße Dame auf g5. Links zieht die Dame nach g7 und gibt Schach; alle Fluchtfelder sind gedeckt, das ist Matt. Rechts zieht die Dame nur nach g6: Der König steht nicht im Schach, kann aber nicht ziehen, das ist Patt und damit unentschieden. SchachmattDame nach g7 PattDame nach g6 efgh8765efgh8765 im Schach + kein Zug= Matt, Partie verloren kein Schach + kein Zug= Patt, unentschieden
So funktioniert’s: Gleiche Stellung, ein Feld Unterschied: Mit der Dame auf g7 steht der König im Schach und kann nirgendwohin – matt. Mit der Dame auf g6 ist kein Schach, aber auch kein Zug – patt.

Was bedeutet Schachmatt?

Ein König steht im Schach, wenn ihn eine gegnerische Figur angreift. Dann musst du sofort reagieren. Dafür gibt es genau drei Wege:

  1. Den König auf ein Feld ziehen, das nicht angegriffen ist.
  2. Eine Figur zwischen Angreifer und König stellen – das geht nicht bei einem Springer oder einem direkt benachbarten Angreifer.
  3. Die angreifende Figur schlagen.

Ist keiner dieser Wege möglich, ist der König schachmatt oder kurz matt. Die Partie ist sofort zu Ende, der König wird nie wirklich geschlagen. In der Schachnotation steht für Matt das Zeichen #. Gegen frühe Mattangriffe hilft vor allem die Rochade, die den König hinter seine Bauern bringt.

Was ist ein Patt?

Beim Patt hat die Seite, die am Zug ist, keinen einzigen erlaubten Zug – ihr König steht aber nicht im Schach. Weil man nicht passen darf, endet die Partie remis, also unentschieden.

Das bekannteste Patt ist ein Anfängerfehler: Wer mit König und Dame gegen den nackten König mattsetzen will, nimmt ihm aus Versehen das letzte freie Feld, ohne Schach zu geben. Für die unterlegene Seite ist das Patt deshalb oft ein Rettungsanker.

Matt oder Patt? Der Unterschied auf einen Blick

MerkmalSchachmattPatt
König im Schach?JaNein
Erlaubte ZügeKeinerKeiner
ErgebnisPartie verlorenUnentschieden (remis)
Ergebnis-Notation1-0 oder 0-1½-½

Die Animation zeigt, wie knapp das ist: Schwarzer König auf h8, weißer König auf f6. Zieht die Dame nach g7, steht der König im Schach, und alle Fluchtfelder sind gedeckt – matt. Zieht sie nur nach g6, ist kein Schach, aber der König kann auch nicht ziehen – patt.

Auch in anderen Brettspielen gibt es Stellungen ohne Zug, sie werden dort aber anders gewertet: Bei Mühle und Dame verliert, wer nicht mehr ziehen kann.

Woher kommen die Wörter Schachmatt und Patt?

Schachmatt stammt aus dem Persischen: schāh māt bedeutet etwa „der König ist hilflos“ oder „überwältigt“. Die oft gehörte Übersetzung „der König ist tot“ ist ungenau – im Schach wird der König ja gerade nicht geschlagen.

Patt kommt vom französischen pat. Wie ein Patt zu werten ist, war lange umstritten: Im arabischen Schach galt es als Gewinn für die stärkere Seite, in England im 17. und 18. Jahrhundert sogar als Niederlage für den, der pattsetzte. Diese Sonderregel hielt sich dort bis etwa 1810, seitdem gilt das Patt überall als Unentschieden. Übertragen spricht man heute von einer Pattsituation, wenn sich keine Seite durchsetzen kann.

Weitere Wege zum Unentschieden

  • Dieselbe Stellung kommt dreimal vor.
  • 50 Züge lang wurde weder geschlagen noch ein Bauer gezogen.
  • Keine Seite hat genug Material, um noch mattzusetzen, etwa nur die beiden Könige.
  • Beide Seiten einigen sich auf remis.

Und das schnellste Matt überhaupt? Das Narrenmatt gelingt Schwarz schon im zweiten Zug: 1. f3 e5 2. g4 Dh4#.

Schachmatt und Patt in Spielen auf Player 0o5

  • Schach

    Im Schach auf Player 0o5 gelten alle Regeln zu Schach, Matt und Patt sowie die Remis-Regeln bei dreifacher Stellungswiederholung, 50 Zügen ohne Schlag- und Bauernzug und zu wenig Material. Ein König im Schach wird rot markiert, und das Spiel zeigt dann nur noch Züge an, die das Schach aufheben. In der Siegesserie gegen den Computer zählt ein Remis nicht als Sieg.

So setzt du mit König und Dame matt, ohne patt zu setzen

  1. Stell die Dame so, dass sie den gegnerischen König in einen Bereich am Rand einsperrt – etwa einen Springerzug von ihm entfernt.
  2. Verkleinere diesen Bereich Schritt für Schritt, bis der König am Brettrand steht.
  3. Hol deinen eigenen König heran, denn die Dame allein kann nicht mattsetzen.
  4. Prüfe vor jedem Damenzug, ob der gegnerische König danach noch ein freies Feld hat. Hat er keins und steht nicht im Schach, wäre es patt.
  5. Setze matt, wenn dein König die Fluchtfelder deckt: Die Dame gibt am Rand Schach, gedeckt durch deinen König oder unterstützt von ihm.

Häufige Fragen zu Schachmatt und Patt

Was ist der Unterschied zwischen Matt und Patt?

In beiden Fällen hat die Seite am Zug keinen erlaubten Zug. Beim Matt steht der König im Schach, und die Partie ist verloren. Beim Patt steht er nicht im Schach, und die Partie endet unentschieden.

Wer gewinnt bei Patt?

Niemand. Ein Patt wird im Schach als Remis gewertet, also als Unentschieden.

Was bedeutet das Wort Schachmatt?

Es kommt aus dem Persischen. Schāh māt bedeutet etwa „der König ist hilflos“, nicht „der König ist tot“.

Wie schnell kann man schachmatt gesetzt werden?

Das kürzeste mögliche Matt ist das Narrenmatt: Schwarz setzt nach 1. f3 e5 2. g4 mit Dh4 matt – also schon im zweiten Zug.

Zählt ein Remis in der Siegesserie auf Player 0o5?

Nein. Im Schach auf Player 0o5 zählt in der Siegesserie gegen den Computer nur ein Sieg, ein Remis zählt nicht als Sieg.

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