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Zwickmühle beim Mühlespiel: Aufbau, Wirkung und Gegenmittel

Ein Stein pendelt, und jeder Zug ist eine Mühle: So funktioniert die Zwickmühle beim Mühlespiel, so baust du sie und so verhinderst du sie.

7–10 Minuten

Kurz erklärt · Brett-, Karten- & Rätselbegriffe

Eine Zwickmühle ist eine Stellung im Mühlespiel aus fünf Steinen, bei der ein Stein zwischen zwei Mühlen hin- und herzieht: Mit jedem Zug öffnet er die eine und schließt die andere – und nimmt dem Gegner jedes Mal einen Stein.

Auch: Zwickmühle im Mühlespiel, Figgi und Müli, in der Zwickmühle sitzen

Zwickmühle beim Mühlespiel Ein Mühlebrett mit fünf weißen Steinen in Zwickmühlen-Stellung. Ein weißer Stein pendelt zwischen zwei Punkten hin und her. Bei jedem Zug schließt er eine Mühle, die Linie leuchtet auf, und ein schwarzer Stein verschwindet vom Brett. Zwickmühle Ein Stein pendelt hin und her. Zug 1: Mühle!Nach innen gezogen: Die Mühleim mittleren Ring ist zu. Zug 2: wieder Mühle!Zurück nach außen: Die Mühleam Rand schließt sich erneut. Jeder Zug kostet Schwarzeinen Stein.
So funktioniert’s: Fünf weiße Steine bilden eine Zwickmühle: Der Stein links pendelt zwischen zwei Punkten, schließt bei jedem Zug eine Mühle, und ein schwarzer Stein muss vom Brett.

Was ist eine Zwickmühle?

Beim Mühlespiel bildest du eine Mühle, wenn drei eigene Steine auf einer Linie stehen. Dann darfst du einen gegnerischen Stein vom Brett nehmen. Eine Mühle darf man öffnen und im nächsten Zug wieder schließen – das zählt erneut als Mühle.

Die Zwickmühle treibt das auf die Spitze: Zwei Mühlen liegen so nebeneinander, dass ein einziger Stein zwischen ihnen pendeln kann. Zieht er hinüber, schließt er die eine Mühle und öffnet die andere. Zieht er zurück, ist wieder die erste geschlossen. So kostet jeder Zug den Gegner einen Stein.

Wie baut man eine Zwickmühle?

Die Punkte des Mühlebretts werden wie beim Schach mit Buchstaben (a bis g) und Zahlen (1 bis 7) bezeichnet. Ein typisches Beispiel, wie in der Animation:

  • Zwei Steine stehen am äußeren Rand auf a7 und a1.
  • Zwei Steine stehen im mittleren Ring auf b6 und b2.
  • Der fünfte Stein pendelt zwischen a4 und b4. Auf a4 schließt er die Mühle am Rand, auf b4 die Mühle im mittleren Ring.

Auch über Eck gibt es eine Zwickmühle: Hat eine Seite in der Endphase nur noch drei Steine und darf springen, kann sie zwei offene Zweierreihen aufbauen. Der Gegner kann nur eine davon blockieren und verliert im nächsten Zug einen Stein.

Tipp: Drei der fünf Steine stehen immer in einer geschlossenen Mühle und sind damit geschützt, solange es noch Steine außerhalb von Mühlen gibt. Angreifbar sind nur die beiden Steine der gerade offenen Mühle – dafür braucht der Gegner aber selbst erst eine Mühle.

Wie wehrt man sich gegen eine Zwickmühle?

  • Früh erkennen: Achte schon in der Setzphase auf zwei parallele Zweierreihen mit einem gemeinsamen Verbindungspunkt.
  • Den Pendelpunkt besetzen: Steht ein eigener Stein auf dem leeren Punkt, auf den der Pendelstein zurück will, ist die Zwickmühle gesperrt.
  • Klug wegnehmen: Darfst du selbst einen Stein nehmen, nimm einen, der gerade eine Zwickmühle vorbereitet.
  • Beweglich bleiben: Wer eingeklemmt ist, kann den Pendelpunkt nicht mehr erreichen – und wer gar nicht mehr ziehen kann, verliert.

Zwickmühle im Alltag und im Schach

Aus dem Mühlespiel stammt die Redewendung „in der Zwickmühle sitzen“: Wer drinsteckt, verliert, egal wie er sich entscheidet – ganz wie die Gegenseite beim Mühlespiel, die bei jedem Zug einen Stein abgibt. In der Schweiz heißt die Stellung auch „Figgi und Müli“.

1925 wurde der Begriff ins Schach übertragen. Dort bezeichnet er ein Motiv, bei dem eine Figur abwechselnd selbst Schach bietet und mit ihrem Wegzug ein Abzugsschach freigibt – und dabei Zug um Zug gegnerische Figuren schlägt. Ähnlich ausweglos ist im Schach nur das Schachmatt.

Zwickmühle in Spielen auf Player 0o5

  • Mühle

    In Mühle auf Player 0o5 leuchten geschlossene Mühlen auf, und eine wieder geschlossene Mühle zählt erneut – genau das macht die Zwickmühle möglich; die Spieltipps nennen sie ausdrücklich. Steine in Mühlen sind geschützt, außer der Gegner hat nur noch Steine in Mühlen, und fällt 50 Züge lang keine Mühle, endet die Partie unentschieden. Gespielt wird gegen den Computer in drei Stufen, zu zweit an einem Gerät oder online: Mühle jetzt spielen.

So baust du eine Zwickmühle

  1. Setze in der Setzphase zwei Steine auf eine Linie am äußeren Rand, mit einem freien Punkt in der Mitte.
  2. Setze zwei weitere Steine parallel dazu im mittleren Ring, ebenfalls mit freier Mitte.
  3. Bring einen fünften Stein auf einen der beiden Mittelpunkte, die durch eine Linie verbunden sind.
  4. Ziehe diesen Stein in der Zugphase zum anderen Mittelpunkt: Die zweite Mühle schließt sich, du nimmst einen Stein.
  5. Ziehe im nächsten Zug zurück: Die erste Mühle schließt sich erneut.
  6. Wiederhole das, bis der Gegner den Pendelpunkt blockiert oder nur noch zwei Steine hat.

Häufige Fragen zu Zwickmühle

Was ist eine Zwickmühle beim Mühlespiel?

Eine Stellung aus fünf Steinen, bei der ein Stein zwischen zwei Mühlen pendelt. Mit jedem Zug schließt er eine Mühle und nimmt dem Gegner einen Stein.

Wie viele Steine braucht man für eine Zwickmühle?

Fünf: je zwei für die beiden Mühlen und einen fünften Stein, der zwischen ihnen hin- und herzieht.

Darf man eine Mühle öffnen und wieder schließen?

Ja. Eine geöffnete Mühle darf im nächsten Zug wieder geschlossen werden und zählt dann erneut als Mühle. So funktioniert auch die Mühle auf Player 0o5.

Kann man eine Zwickmühle verhindern?

Am besten früh: Besetze den freien Punkt, auf den der Pendelstein ziehen will, oder nimm einen Stein weg, der die Zwickmühle vorbereitet.

Woher kommt die Redewendung „in der Zwickmühle sitzen“?

Aus dem Mühlespiel. Wer gegen eine Zwickmühle spielt, verliert bei jedem Zug einen Stein, egal was er tut – daher steht der Ausdruck heute für eine ausweglose Lage.

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